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Mehr Personal, neue Betreuungsformen und klare Planung für die Zukunft

Unser Ziel ist klar: Die Menschen in Oberösterreich sollen auch in Zukunft gut betreut und gepflegt werden – bedarfsgerecht, leistbar für den Einzelnen und nachhaltig finanzierbar für die öffentliche Hand. Dafür verfolgt Oberösterreich mit der OÖ Pflegestrategie 2040 einen gesamthaften Ansatz.

Mit der Fachkräftestrategie Pflege, der Gründung von ALTER OÖ und der Entwicklung der Betreuungsarchitektur 2040 wurden bereits zentrale Weichenstellungen umgesetzt. Die aktuellen Zahlen zeigen deutlich: Die gesetzten Maßnahmen wirken. Mehr Personal bedeutet mehr verfügbare Betreuungsangebote, mehr belegte Betten und mehr Sicherheit für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen. 

Auch die Maßnahmen zur Personalgewinnung greifen nachhaltig: Neue, niederschwellige Berufseinstiege wie jene als Stützkraft werden gut angenommen, Berufsbilder wie Pflegeassistenz und Pflegefachassistenz gewinnen in der stationären Langzeitpflege zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig verzeichnet Oberösterreich Rekordzahlen bei Ausbildungsplätzen und Ausbildungsabschlüssen im Pflegebereich. 

Wesentliche Bausteine der Fachkräftestrategie wie das Oö. Pflegestipendium, die Umsetzung der Pflege- und BetreuungsManagement GmbH sowie die standardisierte Rekrutierung von Fachkräften aus Drittstaaten als ergänzende Maßnahme zur Personalgewinnung wurden erfolgreich umgesetzt. Das Oö. Pflegestipendium wurde zuletzt auf 658 Euro monatlich erhöht und stellt einen wichtigen finanziellen Anreiz für Ein- und Umsteigerinnen und Umsteiger dar. 

Mit der Betreuungsarchitektur 2040 erfolgt nun der nächste große Entwicklungsschritt in der Pflege und Betreuung älterer Menschen. Ziel ist ein flexibles und bedarfsgerechtes Baukastensystem, das professionelle Angebote, familiäre Unterstützung, Ehrenamt und neue Wohn- und Betreuungsformen besser miteinander verbindet. 

Im Mittelpunkt steht dabei der Grundsatz: Alt sein bedeutet nicht automatisch pflegebedürftig zu sein – und Pflegebedürftigkeit bedeutet nicht automatisch den Weg ins Heim. Bereits heute leben nur rund 15 Prozent der über 85-Jährigen in stationären Einrichtungen. Ziel der neuen Betreuungsarchitektur ist es, Menschen möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben im vertrauten Umfeld zu ermöglichen. 

Dafür werden neue Schwerpunkte gesetzt:

  • Ausbau neuer, flexibler Betreuungsformen 
  • Stärkung von sorgenden Gemeinschaften und regionalen Netzwerken 
  • bessere Vernetzung von professionellen Diensten, Angehörigen und Ehrenamt 
  • stärkere Unterstützung pflegender Angehöriger 
  • Digitalisierung und innovative Assistenzsysteme 
  • bedarfsgerechte Planung durch die neue Bedarfs- und Entwicklungsplanung 2040 

Oberösterreich ist ein Land, das Verantwortung übernimmt – für die Menschen, die heute hier leben, und für jene Generationen, die morgen hier alt werden. Gerade im Bereich Betreuung und Pflege stehen wir vor großen gesellschaftlichen Veränderungen, die ein vorausschauendes Handeln erfordern. Mit der Pflegestrategie stellen wir frühzeitig die richtigen Weichen, damit die Menschen auch in Zukunft die Sicherheit haben, gut betreut und gepflegt zu werden und ein Altern in Würde möglich bleibt. – Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer

„Unser Ziel ist klar: Wir wollen auch in Zukunft eine gute Pflege sicherstellen, die bedarfsgerecht ist, für den Einzelnen leistbar bleibt und gleichzeitig von der öffentlichen Hand nachhaltig finanziert werden kann. Dabei ist mir wichtig, Folgendes festzuhalten: Alt sein bedeutet nicht automatisch pflegebedürftig zu sein – und Pflegebedürftigkeit heißt auch nicht, dass der Weg zwingend ins Heim führt. Schon heute sehen wir, dass nur rund 15 Prozent der über 85-jährigen in stationären Einrichtungen leben. Die demografische Entwicklung stellt uns dennoch vor große Herausforderungen. Mit der Pflegestrategie 2040 haben wir dafür einen klaren Plan, und mit der Betreuungsarchitektur 2040 setzen wir einen wesentlichen Baustein, um die Pflege und Betreuung in Oberösterreich weiterzuentwickeln.“ – Soziallandesrat Dr. Christian Dörfel