Neue Zahlen zu Jugendkriminalität in OÖ: OÖVP fordert strengere Maßnahmen gegen jugendliche Intensivtäter
Jetzt liegen die neuen Zahlen der Statistik Austria zu gerichtlichen Verurteilungen von Jugendlichen in Oberösterreich für das Jahr 2025 vor:
- Demnach wurden im Vorjahr 258 Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren von einem oberösterreichischen Gericht verurteilt.
- Besonders auffällig: Fast 40 Prozent der Jugendlichen waren zum Zeitpunkt des Gerichtsverfahrens bereits vorbestraft.
Für die OÖVP sind die neuen Zahlen ein klares Warnsignal. „Wenn fast vier von zehn verurteilten Jugendlichen bereits amtsbekannt sind, dann zeigt das deutlich, dass wir bei Jugendkriminalität früher und konsequenter reagieren müssen. Wer Grenzen nie spürt, lernt auch keine Verantwortung“, sagt OÖVP-Landesgeschäftsführer Florian Hiegelsberger. Die OÖVP begrüßt daher die von der Bundesregierung angekündigten Verschärfungen gegen kriminelle Kinder und Jugendliche und fordert eine rasche Umsetzung der angekündigten Maßnahmen.
Behördlicher Hausarrest, spätere Fahrprüfung und Besuche in Haftanstalten zur Prävention gefordert
„Gerade bei jungen Intensivtätern darf jetzt nicht mehr lange diskutiert werden. Polizei, Behörden und Justiz brauchen rasch mehr Möglichkeiten, damit konsequent gehandelt werden kann“, betont Hiegelsberger. Konkret spricht sich die OÖVP für behördlich verhängte Hausarrest-Phasen sowie Strafen für sorglose oder unkooperative Eltern aus, die nachweislich eine kriminelle Karriere begünstigen. Zudem schlägt die OÖVP verpflichtende Besuche in Haftanstalten oder Einschränkungen bei Fahrprüfungen als Sanktionen vor.
Hintergrund – weitere Zahlen (Statistik Austria)
- 39,5 Prozent der verurteilten Jugendlichen waren 2025 bereits vorbestraft.
- Ebenfalls 39,5 Prozent der Verurteilten hatten keine österreichische Staatsbürgerschaft.
- Die meisten Verurteilungen gab es im Sprengel des Landesgerichtes Linz (119), gefolgt von Wels (75), Steyr (40) und Ried im Innkreis (24).
- Häufigste Delikte waren Einbruchsdiebstahl, schwere Körperverletzung, Körperverletzung und Raub.
