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Hochleistungsstrecke ist Kernprojekt für Standort Oberösterreich und für Region Freistadt

Massiver Anstieg des LKW-Verkehrs aus Tschechien – Seit 2 Jahren wartet Oberösterreich auf ein Bahn-Konzept.

Die neuen Daten der Statistik Austria für den Straßengüter-Verkehr aus Tschechien sprechen eine klare Sprache: Die Anstiege sind massiv und ein Ausbau der Summerauerbahn zur Hochleistungs-Strecke längst überfällig. Daher drängt OÖVP-Landesgeschäftsführer Florian Hiegelsberger nun neuerlich Verkehrsministerium und ÖBB.

„Am 23. September 2024 – also vor mehr als 2 Jahren - hat das ÖBB-Management den Beginn einer Trassenstudie für eine internationale Hochleistungsstrecke Prag-Budweis-Linz sowie eine damit gestartete Kooperation mit der tschechischen Eisenbahn-Infrastrukturgesellschaft „Sprava Zeleznic“ bekannt gegeben. Zwei Jahre später liegen jetzt noch immer keine Ergebnisse auf dem Tisch, kritisiert Hiegelsberger. „Dabei haben Tschechien und Deutschland für ihre Hochleistungsstrecken im Korridor Berlin-Dresden-Prag-Budweis die Signale längst auf Grün gestellt. Wenn Österreich in Sachen Summerauerstrecke weiter zögert und verzögert, wird diese Chance an Oberösterreich und der Region Freistadt vorbeirauschen. Es braucht jetzt endlich Tempo in Wien!“, unterstreicht die OÖVP aufgrund der neuen Daten der Statistik Austria.

Demnach sind 2025 im Vergleich zu 2024 die LKW-Tonnagen aus Tschechien nach Österreich um +39 Prozent gestiegen und die beladenen LKW-Fahrten um +11 Prozent auf 358.596 pro Jahr. Darüber hinaus zeigen die Daten der Statistik Austria pro Jahr 138.555 LKW-Transitfahrten aus Tschechien nach Italien und im Vergleich 2025 zu 2024 einen starken Anstieg der LKW-Transitfahrten durch Österreich von Tschechien nach Slowenien (+26 %) und nach Ungarn (+14 %).
 

Standortprojekt, Entlastung von LKW-Verkehr und Klimaschutz

OÖVP-Landesgeschäftsführer Florian Hiegelsberger verweist auf die Standort-Chancen durch eine Hochleistungsstrecke Prag-Budweis-Linz, auf das damit verbundene Entlastungspotenzial für die Anrainer der Mühlviertler Schnellstraße S10, sowie auch auf die ökologischen Effekte einer modernen Bahnstrecke. „Klimaschutz durch Technologie heißt auch Klimaschutz durch Verkehrstechnologie. Auch darin liegt ein großes Potenzial einer durchgängigen Hochleistungsstrecke Berlin-Dresden-Prag-Budweis-Linz. Die derzeitigen Rückgänge im Bahntransport sind aus oberösterreichischer Sicht weder umwelt- noch standortpolitisch hinnehmbar. ÖBB und Verkehrsministerium sind aufgefordert, in Sachen Summerauerbahn die Weichen endlich auf Zukunft zu stellen!“, so Hiegelsberger. 

Auch der Freistädter OÖVP-Bezirksparteiobmann LAbg. Josef Naderer drängt auf eine Aufwertung der Summerauerbahn und auf entsprechende Projektierungen: „Mit dem Endausbau der S10 ist ein wichtiges Straßenprojekt für unsere Region am Laufen. Umso bedauerlicher, dass die Aufwertung der Summerauerbahn zu einer Hochleistungsstrecke bislang noch keine Fahrt aufgenommen hat. Wir als Bezirk Freistadt brauchen aber sowohl Straße als auch Schiene“, so Naderer.

Mehr als 3.000 LKW pro Tag – Prognose bis 2040 zeigt weiter nach oben

Die OÖVP verweist auf Daten und Prognosen der ASFINAG zum LKW-Verkehrsaufkommen im Korridor der Mühlviertler Schnellstraße S10: Laut den Verkehrsmessungen der ASFINAG sind auf der S10 (in beide Richtungen gemessen) schon jetzt an einem durchschnittlichen Werktag mehr als 3.000 LKW/24 Stunden unterwegs. Die weitere Prognose der ASFINAG für den LKW-Verkehr im Korridor der Mühlviertler Schnellstraße S10 lautet: Bis 2040 noch einmal +18 % bis +22 Prozent. 

Derzeit massive Marktanteilsverluste der Bahn im Güterverkehr mit Tschechien

Laut Statistik Austria sind Österreichs Bahn-Importe aus Tschechien im Zeitraum 2017-2025 um minus 48 Prozent nach unten gegangen und Österreichs Bahn-Exporte nach Tschechien um minus 14 Prozent. Gleichzeitig ist im internationalen Bahn-Transit via Tschechien durch Österreich ein Anstieg um +22 Prozent zu verzeichnen. „Diese Daten zeigen einerseits den Bedarf an Bahn-Kapazitäten im europäischen Korridor und andererseits die offenkundigen Qualitäts-Defizite der Bahn im Warenaustausch zwischen Österreich und Tschechien. Beides sind starke Argumente für eine Aufwertung der Summerauerbahn zur Hochleistungsstrecke“, fasst OÖVP-Landesgeschäftsführer Florian Hiegelsberger seinen Handlungsauftrag an ÖBB und Verkehrsministerium zusammen.