Wirtschaft und Umweltschutz gehen Hand in Hand, wenn man es mit Hausverstand angeht
Landeshauptmann Thomas Stelzer besuchte am Freitag die Firma Gartner KG in Edt bei Lambach. Im Mittelpunkt stand die startende Elektrifizierung der Lkw-Flotte des Unternehmens: ein Vorzeigebeispiel, dass wirtschaftliche Stärke und mehr Umweltschutz gemeinsam gedacht werden können.
Das traditionsreiche Logistikunternehmen setzt verstärkt auf E-Mobilität im Schwerverkehr. Für die Jahre 2026/2027 ist die Anschaffung von rund 20 E-Lkw samt entsprechender Ladeinfrastruktur geplant. Dafür wurde kürzlich eine Förderzusage der FFG in Höhe von rund 3,5 Millionen Euro erteilt. Mittelfristig sollen bis zu 70 Fahrzeuge im Fuhrpark elektrifiziert werden.
„Oberösterreich hat sich das Ziel gesetzt, bis 2040 klimaneutral zu werden – dafür braucht es innovative Lösungen wie hier bei Gartner. Gleichzeitig zeigt sich: Unsere Betriebe investieren und entwickeln sich weiter – das stärkt unseren Standort und sichert Arbeitsplätze. Wirtschaft und Umweltschutz gehen Hand in Hand, wenn man die Transformation mit Hausverstand angeht – mit Innovation, aber auch mit Zeit solch große Umstellungen“, betont Landeshauptmann Stelzer.
Entlastung bei Treibstoffpreisen und Investitionen in Infrastruktur
Vor dem Hintergrund der zuletzt stark gestiegenen Treibstoffpreise infolge internationaler Spannungen im Nahen Osten unterstreicht Stelzer die Bedeutung stabiler Rahmenbedingungen: „Gerade in Zeiten globaler Unsicherheit zeigt sich, wie wichtig es ist, breiter und unabhängiger aufgestellt zu sein. Neue Technologien wie E-Mobilität sind Teil der Lösung. Gleichzeitig braucht es in Situationen wie jetzt auch Sofortmaßnahmen, die die Preisentwicklung dämpfen und diese werden bereits erarbeitet. Das hilft den Betrieben und entlastet gleichzeitig die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“
Logistik-Branche als Rückgrat des Standorts
Die Güterbeförderung ist mit mehr als 11.000 Arbeitsplätzen eine zentrale Branche in Oberösterreich – ihre volkswirtschaftliche Bedeutung reicht weit darüber hinaus. Nahezu alle Produkte des täglichen Lebens werden über den Lkw transportiert. Als starkes Exportland ist Oberösterreich darauf angewiesen, Waren zuverlässig in die Welt zu bringen. „Die Logistik ist ein systemrelevanter Sektor. Wenn der Gütertransport ins Stocken gerät, steht rasch ein ganzes Land still. Umso wichtiger ist es, hier stabile und verlässliche Rahmenbedingungen sicherzustellen. Auch Oberösterreich setzt gezielt Maßnahmen: Mit einem Rekordbudget für Straße und Schiene im Jahr 2026 sowie wichtigen Infrastrukturprojekten wie der A26, der S10, der Donaubrücke Mauthausen und der Linzer Ostumfahrung wird die Grundlage für leistungsfähige Logistik weiter gestärkt.
