Standort stärken. Wohlstand sichern.
Oberösterreich steht wirtschaftlich an einem entscheidenden Punkt. Als industrielle Speerspitze Österreichs ist das Land besonders von globalen Veränderungen betroffen – hat aber zugleich beste Voraussetzungen, daraus einen Vorsprung zu erarbeiten.
Mit einem klaren Plan für den Standort Oberösterreich, mit zusätzlichen Investitionen in Zukunftsfelder und Sicherheitstechnologien sowie einem Schlankmacherprogramm arbeitet die OÖVP daran, Oberösterreich schneller, schlanker und innovativer aufzustellen. Das ist das zentrale Thema der Auftaktkonferenz mit den Spitzenfunktionärinnen und -funktionären in Mondsee und der landespolitische Schwerpunkt im heurigen Jahr. Als Expertin wurde Monika Köppl-Turyna, Direktorin des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria, eingeladen.
Weniger Bürokratie, mehr Tempo und gezielte Impulse für Wachstum sichern nicht nur Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch Wohlstand und soziale Sicherheit für die Menschen im Land. Die Verbindung von Industriepolitik, Energieversorgung, und Innovation ist der Schlüssel, um Oberösterreich unter die stärksten Industrieregionen Europas zu führen – ein Ziel, dem man zuletzt mit dem Sprung unter die Top-20 der stärksten Industrieregionen Europas bereits nähergekommen ist.
Aus heimischer Stärke zu globaler Spitzenleistung
Mit dem Betriebsbesuch bei BWT in Mondsee setzt die OÖVP bewusst auf einen der erfolgreichsten und innovativsten Leitbetriebe des Landes. Als internationaler Marktführer in der Wassertechnologie steht BWT beispielhaft für jene Kombination aus Forschung, Innovation und unternehmerischem Erfolg, die Oberösterreich als Industriestandort auszeichnet.
„Das Unternehmen zeigt, wie aus heimischer Stärke globale Spitzenleistung entsteht – und liefert damit wichtige Impulse für eine moderne Standortpolitik, die Innovation fördert, Wachstum ermöglicht und Arbeitsplätze in Oberösterreich sichert“, betont Landeshauptmann Thomas Stelzer im Zuge des Besuchs bei BWT.
Oberösterreich einziges Bundesland mit Rückgang bei Arbeitslosigkeit (-0,4%): Stärkung des Standorts bleibt zentrale Aufgabe im Jahr 2026
Mit 49.069 vorgemerkten Arbeitsuchenden lag die Zahl der beim AMS registrierten Personen in Oberösterreich im Jänner auf einem leicht niedrigeren Niveau. Gegenüber dem Vorjahresmonat bedeutet das ein Minus von rund 18.600 Menschen, die Arbeitslosigkeit ging um 0,4 Prozent zurück. Während in allen anderen Bundesländern die Arbeitslosigkeit gestiegen ist, konnte Oberösterreich erneut – wie schon im Dezember 2025 – einen leichten Rückgang verzeichnen. Die Stärkung des Standorts bleibt für die Oberösterreichische Volkspartei jedenfalls die zentrale Aufgabe im heurigen Jahr.
Oberösterreich muss starkes Exportland bleiben
Ein klares Bekenntnis der OÖVP gilt einem fairen und offenen Freihandel, der den oberösterreichischen Betrieben neue Märkte erschließt. Oberösterreich ist ein weltoffenes und stark exportorientiertes Land – sechs von zehn Euro unserer Wirtschaftsleistung werden auf den Weltmärkten erwirtschaftet. Gerade deshalb liegen Freihandelsabkommen wie jenes zwischen der EU und Indien im höchsten Interesse Oberösterreichs.
Indien ist ein dynamisch wachsender Markt und Aufsteiger in wichtigen Zukunftstechnologien, in denen Oberösterreich mit seinen Stärkefeldern im Maschinenbau, bei Fahrzeugkomponenten und elektrischen Geräten hervorragend positioniert ist. Der Wohlstand Oberösterreichs hängt an der Wirtschaftskraft und diese wiederum an den Menschen, die hier arbeiten.
In einer alternden Gesellschaft braucht es daher eine gezielte und gesteuerte Anwerbung von dringend benötigten Arbeitskräften. Wer kommt, um zu arbeiten und Leistung zu bringen, nimmt Wohlstand nicht weg, sondern sichert ihn. Die OÖVP steht dabei klar für die Unterbindung von Zuzug in die Arbeitslosigkeit, aber ebenso klar für den gesteuerten Zuzug gesuchter Fachkräfte. Abschottung schadet dem Ansehen des Standorts und seiner Attraktivität.
Europa muss Standort schützen
Gleichzeitig muss auch die Europäische Union ihre industrielle Basis entschlossener absichern. Wenn internationale Wettbewerber durch staatliche Subventionen Vorteile haben oder bestehende Regeln zunehmend außer Kraft gesetzt werden, braucht es eine klare europäische Antwort nach dem Prinzip „Europe first“. Das Ziel muss sein, europäische Wertschöpfung zu sichern, Arbeitsplätze zu schützen und die technologische Unabhängigkeit zu stärken.
Zentrale wirtschaftspolitische Weichenstellungen 2026
Die Oberösterreichische Volkspartei trifft mit der heutigen Auftaktkonferenz zentrale Weichenstellungen für das politische Arbeitsjahr 2026. Aus dem Jahresschwerpunkt „Standort stärken, Wohlstand sichern.“ ergeben sich klare inhaltliche Schwerpunkte.
1. Schlankmacherprogramm
- 2026 soll ein zweites Oö. Deregulierungsgesetz als Sammelgesetz beschlossen werden, um die Entbürokratisierung konsequent fortzusetzen.
- Nach dem ersten Paket (u. a. Vereinfachungen in Bauordnung und Bautechnik, z. B. digitale Übermittlung von Bauplänen) werden weitere Regelungen überarbeitet.
- Alle bestehenden Gesetze werden dabei auch auf ihre Standortwirkung geprüft – Leitfragen: Was hilft dem Standort, was bremst ihn? Und: Was sichert Arbeitsplätze und damit langfristig Wohlstand?
2. Industriestrategie
- Ziel ist die konsequente Umsetzung der Industriestrategie, damit Oberösterreich vom Hauptbetroffenen zum Hauptprofiteur wird.
- Als industrielles Herz Österreichs ist OÖ besonders betroffen – gleichzeitig gibt es Stärken, um daraus Wettbewerbsvorteile zu machen: sichere Arbeitsplätze und Wohlstand als Basis stabiler Sozialsysteme.
- Ein zentraler Hebel ist, Fördermittel des Bundes und der EU gezielt nach OÖ zu holen – etwa aus dem FTI-Pakt (rund 2,6 Mrd. Euro) für Forschung, Technologie und Innovation.
- Inhaltliche Schwerpunkte sind Künstliche Intelligenz (JKU, FH, IT:U, Exzellenzstrategie), effiziente Produktionsprozesse/Robotik, Quantentechnologie, sowie Energieversorgung und Wasserstoff (Erzeugung und Speicherung als Schlüssel für Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit).
3. Impuls26
- Mit „Impuls26“ wird 2026 ein gezieltes Schwerpunktprogramm im Landeshaushalt umgesetzt, das Wachstum, Innovation und Standortstärkung spürbar unterstützen soll.
- Insgesamt investiert Oberösterreich heuer rund 794 Mio. Euro in zentrale Bereiche wie Wirtschaft & Forschung, Gesundheit & Pflege, Kinderbetreuung, Wohnbau und Infrastruktur.
- Zusätzlich stellt „Impuls26“ 100 Mio. Euro bereit, um Investitionen zu beschleunigen, Innovationen voranzutreiben und in diesen Schlüsselbereichen neue Bewegung zu schaffen – mit dem klaren Ziel, Arbeitsplätze zu sichern und Oberösterreich weiter nach vorne zu bringen.
- Im Bereich Forschung und Wissenschaft sind 114 Mio. Euro budgetiert (ein Plus von mehr als 10 Mio.); langfristig ist mit #UpperVision2030 ein Fördervolumen von 1 Mrd. Euro (2020–2030) vorgesehen.
4. Sicherheitstechnologien
- Mit der Sicherheitsallianz OÖ wird 2026 ein standortpolitischer Schwerpunkt gesetzt, um Sicherheitstechnologien gezielt voranzutreiben – auch vor dem Hintergrund der geopolitischen Entwicklungen und der europäischen Sicherheitsstrategie.
- Ziel ist, Oberösterreich schrittweise als führenden nationalen und internationalen Standort für Sicherheitstechnologien und -anwendungen zu etablieren und dadurch neue Wachstumschancen für heimische Betriebe zu schaffen.
- Sicherheit wird ganzheitlich gedacht und in Projekte übersetzt: Schutz kritischer Infrastrukturen, Versorgungssicherheit, moderne Krisenvorsorge und Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Wirtschaft und Gesellschaft.
- OÖ bringt bereits Know-how in Maschinenbau, Automotive, Cybersecurity und Werkstofftechnik ein; diese Stärken sollen systematisch vernetzt, Kooperationen aufgebaut und neue (auch dual-use) Anwendungen entwickelt werden – auch mit Blick auf geplante europäische Investitionen bis 2030.
