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Landeshauptmann Stelzer erteilt Abschaffungs-Forderung bei Pendlerpauschale klare Absage

„Wer in der Früh aufsteht und arbeiten geht, darf nicht zusätzlich belastet werden“. Forderungen nach einer Abschaffung des Pendlerpauschales gehen völlig an der Lebensrealität vieler arbeitender Menschen vorbei. Auslöser der aktuellen Debatte ist ein Vorschlag des Fiskalrats, wonach im Zuge notwendiger Budgeteinsparungen auch eine Abschaffung des Pendlerpauschales diskutiert werden könnte.

Die steigenden Energiepreise infolge der internationalen Spannungen im Nahen Osten machen sich schon jetzt spürbar an den Zapfsäulen bemerkbar. Für viele Menschen, die täglich zur Arbeit pendeln müssen, ist die Fahrt zum Arbeitsplatz damit spürbar teurer geworden. „Hunderttausende Menschen stehen jeden Tag früh auf, nehmen eine längere Wegstrecke zur Arbeit und halten damit unser Land am Laufen. Gerade diese Menschen sind durch steigende Tankpreise ohnehin stark belastet. Wenn dann ausgerechnet in so einer Situation Vorschläge kommen, ihnen auch noch das Pendlerpauschale zu streichen, dann geht das an der Realität der arbeitenden Bevölkerung völlig vorbei“, so LH Stelzer. 

Eine solche Maßnahme wäre leistungsfeindlich und würde genau jene treffen, die täglich arbeiten gehen und oft keine Alternative zum Auto haben. „Wer im ländlichen Raum lebt oder in Regionen arbeitet, in denen es keine passende öffentliche Verbindung gibt, ist auf das Auto angewiesen. Diese Menschen leisten ihren Beitrag, sie gehen arbeiten und sorgen dafür, dass unser Land funktioniert. Sie jetzt zusätzlich zur Kasse zu bitten, wäre das völlig falsche Signal.“ 

Hunderttausende Pendlerinnen und Pendler betroffen

Laut aktueller Lohnsteuerstatistik (2024) profitieren in Österreich rund 456.000 Menschen vom Pendlerpauschale. Besonders viele Pendlerinnen und Pendler gibt es in großen Flächenbundesländern, allen voran Niederösterreich (143.778), Oberösterreich (105.247) und die Steiermark (72.061). Schätzungen zeigen zudem, dass sich die Ausgaben für Autofahren pro Haushalt in Oberösterreich seit 2019 um durchschnittlich 63,40 Euro pro Monat erhöht haben. Das entspricht rund 760 Euro Mehrkosten pro Haushalt und Jahr. 

Oberösterreich unterstützt Pendler zusätzlich

Während auf Bundesebene über Kürzungen diskutiert wird, setzt Oberösterreich bewusst auf Unterstützung für Pendlerinnen und Pendler. Mit Beginn des Pendeljahres 2025 wurde die Oö. Fernpendelbeihilfe erhöht. Damit profitieren Pendlerinnen und Pendler, die längere Wege zur Arbeit zurücklegen, von einer spürbaren Erhöhung. Der Antrag kann rückwirkend gestellt werden – aktuell für das Pendeljahr 2025:

  • 25 bis 49 km: von 218 Euro auf 229 Euro
  • 50 bis 74 km: von 306 Euro auf 322 Euro
  • ab 75 km: von 421 Euro auf 442 Euro 

Unsere Pendlerinnen und Pendler halten das Land am Laufen. Sie stehen früh auf, legen oft viele Kilometer zurück und leisten Tag für Tag einen wichtigen Beitrag für unsere Wirtschaftskraft. Daher ist es richtig, dass wir sie gerade in Zeiten steigender Kosten spürbar unterstützen“, betont Stelzer.