Internationale Fachkräfte für Österreich: Standort stärken statt abschotten
LH Stelzer anlässlich des Europatags am 9. Mai: „Wir holen unsere Stärke aus der Internationalität und aus Europa“
Anlässlich des Europa-Tages am 9. Mai 2026 unterstreicht Landeshauptmann Thomas Stelzer die Bedeutung einer handlungsfähigen Europäischen Union für den Wirtschafts- und Arbeitsstandort Oberösterreich. Gerade ein exportorientiertes Industrie- und Wirtschaftsland brauche offene Märkte, internationale Zusammenarbeit und eine gezielte Anwerbung qualifizierter Arbeitskräfte.
„Wir sind ein weltoffenes Land – und wir holen unsere Stärke aus der Internationalität und aus Europa. Wir nutzen die Chancen der Europäischen Union und internationaler Märkte. Wer Arbeitsplätze sichern, Betriebe stärken und Wohlstand erhalten will, braucht den Blick über die Grenzen hinaus und ein starkes Europa“, betont Landeshauptmann Thomas Stelzer.
In Oberösterreich zeigt sich bereits heute, wie wichtig internationale Fach- und Spitzenkräfte für den Standort sind. Die Zahl der erwerbstätigen Akademiker mit ausländischer Staatsbürgerschaft hat sich in den vergangenen zehn Jahren auf 23.500 mehr als verdoppelt. Auch insgesamt leisten Menschen mit ausländischer Staatsbürgerschaft einen wachsenden Beitrag am Arbeitsmarkt. „Wir brauchen auch Fachkräfte aus dem Ausland, die bei uns arbeiten und mit uns leben wollen. Genau um diese Menschen geht es: um gut ausgebildete Menschen, die auch unsere Betriebe brauchen“, so Stelzer. Gleichzeitig stellt der Landeshauptmann klar, dass internationale Ausrichtung und verbindliche Regeln zusammengehören: „Wer zu uns kommt, muss unsere Regeln akzeptieren und seinen Beitrag leisten. Wer arbeitet, gebraucht wird und sich einbringt, soll bei uns Chancen haben. Das ist Standortpolitik mit Hausverstand.“
Landeshauptmann Stelzer verlangt europäische Anwerbe-Strategie
Stelzer spricht sich dafür aus, die Anwerbung internationaler Spitzenkräfte zu einem strategischen Programm der Europäischen Union zu machen. Viele europäische Staaten stehen vor ähnlichen demografischen Herausforderungen. Deshalb brauche es mehr Koordination und einen stärkeren gemeinsamen Auftritt Europas auf den globalen Arbeitsmärkten. „Europa muss im Wettbewerb um die besten Köpfe stärker gemeinsam auftreten. Wir brauchen mehr Tempo, weniger Bürokratie und eine gemeinsame Strategie. Oberösterreich braucht qualifizierte Menschen in Technik, Industrie, Gesundheit, Pflege, Bildung und Digitalisierung. Dafür müssen wir gezielt jene ansprechen, die gut ausgebildet sind, arbeiten wollen und zu unseren Betrieben passen“, so Stelzer.
