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Festkultur im Gesetz verankern und Ethikunterricht für alle von Religion abgemeldeten Kinder

Anlässlich des bevorstehenden Osterfestes tritt OÖVP-Landesgeschäftsführer Florian Hiegelsberger für bundesgesetzliche Reformen zugunsten einer durchgängigen Vermittlung ethischer Grundwerte ab dem Kindesalter ein. So müsse im Schulunterrichtsgesetz festgelegt werden, dass die prägenden Werte und Festtage Österreichs im Schulunterricht zu vermitteln sind.

Zudem müsse gesetzlich festgelegt werden, dass die Nicht-Teilnahme am konfessionellen Religionsunterricht schon ab der Volksschule automatisch die Pflicht zur Teilnahme am Ethik-Unterricht auslöst und nicht erst ab der 9. Schulstufe. 

 „Werte geben Klarheit und Orientierung“

Werte sind die Grundlage für ein gutes Zusammenleben und geben gerade in herausfordernden Zeiten wichtige Orientierung. Daher müssen die Grundfesten unserer Gesellschaft in Kinderbetreuung und Schule durchgängig vermittelt werden“, erklärt Hiegelsberger. Die derzeit gewählte Absichtserklärung im Programm der Bundesregierung, wonach „unsere Fest- und Feiertagskultur in Schulen und Kindergärten gefördert wird“, hält der OÖVP-Landesgeschäftsführer für zu unverbindlich. 

 Tausende Kinder in Volksschulen und Mittelschulen vorerst ohne Werte-Schulung

Zudem zeigt Hiegelsberger auf, dass ein Abgleich zwischen Schülerzahlen und Religionsunterricht-Teilnahme auch in den oö. Volksschulen und Mittelschulen derzeit erhebliche Lücken in der frühzeitigen Werte-Schulung aufzeige: „In den Volksschulen werden demnach nur rund 80 Prozent der Schülerinnen und Schüler mit einem konfessionellen Religionsunterricht erreicht, in den Mittelschulen nur rund 70 Prozent. Heißt: Tausende Kinder und Jugendliche bleiben beim derzeitigen System ohne frühe Werteschulung. Daher muss künftig bei Nicht-Teilnahme an einem konfessionellen Religionsunterricht schon in Volksschulen und Mittelschulen verpflichtend Ethik-Unterricht folgen.“ 

Werte-Studie der Bundesregierung unterstreicht hohes Ansehen in der Bevölkerung

Seine Forderung nach einer gesetzlichen Verankerung der österreichischen Fest- und Feiertags-Kultur in Kinderbetreuung und Schulen untermauert der OÖVP-Landesgeschäftsführer mit Ergebnissen aus der im Sommer 2025 präsentierten Umfrage „Gemeinsame Grundwerte“ von OGM im Auftrag des Bundeskanzleramtes: „Darin plädieren 79 Prozent der Bevölkerung dafür, christliche Feste in den Kindergärten und Schulen auch dann zu feiern, wenn die Mehrheit der Kinder keine Christen sind. 85 Prozent der Bevölkerung treten dafür ein, den strikten Vorrang staatlicher Gesetze gegenüber religiösen Vorschriften zu vermitteln. Und 69 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher wollen, dass in den Klassen auch dann ein Kreuz angebracht wird, wenn die Mehrheit der Schüler keine Christen sind.“ 

In mehreren Punkten ist Oberösterreich bereits ein Vorreiter

In mehreren Punkten sei OÖ Vorreiter. So sei für die Kinderbetreuung in OÖ landesgesetzlich verbindlich vorgesehen, dass „auf die traditionellen Feste und Feiern im Jahreskreis Bedacht genommen und regionales Brauchtum vermittelt wird.“ Zudem gilt in OÖ per Landesgesetz, „dass in Volksschulen, Mittelschulen, Sonderschulen, Polytechnischen Schulen sowie Berufsschulen in allen Klassenräumen vom gesetzlichen Schulerhalter ein Kreuz anzubringen ist.“ Und in der OÖ Hausordnung konkret eingefordert wird „Wertschätzung für Land, Sprache, Lebensweise und kulturelle Grundlagen“.   „Bleibt also gesetzgeberischer Handlungsbedarf hin zu einem durchgängigen bundesweiten Bekenntnis zum Stellenwert der christlich-abendländischen Kultur in allen Schulen und in der Kinderbildung. Eine zweifellos vielfältiger werdende Gesellschaft muss dahingehend als Impuls erachtet werden und nicht länger als Hemmschuh“, appelliert Hiegelsberger mit Blickrichtung Bundesebene.