Der Herbst 2016 steht für die OÖVP ganz im Zeichen des Ehrenamts. Mit der Kampagne „Vereine unterstützen. Gemeinschaft fördern.“ setzt die Landespartei ein klares Bekenntnis zum ehrenamtlichen Engagement als Stütze unserer Gesellschaft.

Oberösterreich ist ein Land des Ehrenamtes: Fast jede zweite Oberösterreicherin bzw. jeder zweite Oberösterreicher engagiert sich ehrenamtlich in den mehr als 15.000 Vereinen in unserem Land. Besonders in den Gemeinden übernehmen Vereine sowohl eine gesellschaftliche Funktion als auch zahlreiche kommunale Aufgaben. „Vereinswesen und Ehrenamt sind für die OÖVP wertvolle Anker des sozialen Zusammenhalts. Unser gesellschaftliches Zusammenleben funktioniert, weil es Menschen gibt, die mehr tun als ihre Pflicht. Ein Bewusstsein für die Bedeutung der Arbeit der Ehrenamtlichen zu schaffen und sie zu unterstützen – das sehen wir auch als unsere Aufgabe“, so Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer.

 

Praxisorientierte, unbürokratische Lösungen und Erleichterungen für Vereine

Die OÖVP hat sich bereits bei einer Landesparteikonferenz im Mai für eine Erleichterung der Vereinsregelungen eingesetzt. Es wurde ein Paket geschnürt, das bürokratische Hürden abbaut und das Vereinswesen stärkt. Insbesondere verbessert das Paket auch die Zusammenarbeit zwischen Vereinen, Wirten und Blaulichtorganisationen:

  • Vereinfachung der Zusammenarbeit von Wirten und Vereinen im Rahmen von kleinen Vereinsfesten.
  • Keine finanziellen Belastungen durch Sozialversicherungsbeiträge für Vereinsmitglieder, die unentgeltlich tätig sind.
  • Unentgeltliche Mitarbeit von vereinsfremden Personen ist künftig möglich, ohne dass der Verein seine steuerlichen Begünstigungen verliert.
  • Ausweitung der Dauer eines kleinen Vereinsfestes von maximal 48 auf maximal 72 Stunden – für alle Vereine
  • Keine Registrierkassen- und Kassabonpflicht für Vereinskantinen, wenn diese nur wenige Tage im Jahr geöffnet sind.
  • Begünstigungen für kleine Vereinsfeste gelten künftig auf Ebene der kleinsten Organisationseinheit.
  • Unbürokratische Lösungen für Blaulichtorganisationen - Zeitliche Verbesserung der Freiwilligen Feuerwehr-Feste.

 

Servicepaket für Vereine: OÖVP informiert in den Bezirken

Mit der Kampagne „Vereine unterstützen. Gemeinschaft fördern“ informiert die OÖVP-Bezirk über die Regelungen und Erleichterungen:

  • Steuersprechtage inkl. Steuerberater für Vereine in den Bezirken
  • Vereinsstammtische
  • Vereinsbesuche
  • Informationsbroschüren
  • Kostenloses Vereinshandbuch mit allen Details zu den gesetzlichen Bestimmungen – zu bestellen unter service.ooevp.at

 

 

NEU: Alle Informationen für Vereinen im OÖVP-Vereinshandbuch - jetzt hier kostenlos downloaden.

Die wichtigsten Verbesserungen für Vereine im Überblick

BISHER:                            NEU:

Einfachere Zusammenarbeit von Gastronomie und Vereinen

Eine Kooperation bei Vereinsfesten zwischen gemeinnützigen Vereinen und Gastronomen war nicht möglich (Vereinsfest war dann steuerlich nicht begünstigt).

Der Verein musste daher für das Fest eine Registrierkasse anschaffen.

Eine Zusammenarbeit mit Gastronomen im Rahmen des kleinen Vereinsfestes ist ohne Verlust der steuerlichen Begünstigungen möglich. Es ist keine Registrierkasse für den Verein erforderlich.

Beispiel: Eine Blasmusikkapelle veranstaltet im Sommer gemeinsam mit dem ortsansässigen Wirt ein Fest. Der Verein übernimmt dabei den Ausschank und erzielt einen Umsatz von 16.000 Euro. Die Mahlzeiten werden durch den Wirt verkauft. Dieser erzielt einen Umsatz von 14.000 Euro. Der Verein muss keine Registrierkasse anschaffen.

 

Unentgeltliche Mitarbeit von vereinsfremden Personen ermöglicht

Bei unentgeltlicher Mitarbeit von vereins-fremden Personen verlor der Verein seine steuerlichen Begünstigungen.

Die unentgeltliche Mitarbeit von vereinsfremden Personen ist möglich, ohne dass der Verein seine steuerlichen Begünstigungen verliert.

Beispiel: Tennisvereinsmitglieder dürfen unentgeltlich beim Fest des Fußballvereins aushelfen, ohne dass dem Fußballverein ein Verlust der steuerlichen Begünstigungen droht.

 

Zuwendung des Vereines an die Vereinsmitglieder ermöglicht

Keine Zuwendungen des Vereines an Vereinsmitglieder möglich (z.B. im Rahmen einer Weihnachtsfeier).

Zuwendungen durch den Verein sind für den Verein nicht begünstigungsschädlich, sofern sie nicht mehr als 100 Euro pro Mitglied betragen.

Beispiel: Ein Musikverein bezahlt seinen 12 Mitgliedern im Rahmen der Weihnachtsfeier ein 3-gängiges Menü samt Getränke. Die Rechnung beträgt 1.100 Euro. Da die Zuwendung weniger als 100 Euro pro Mitglied beträgt, ist dies für den Verein nicht begünstigungsschädlich.

 

Ausweitung der Begünstigung für kleine Vereinsfeste

Begünstigt war das kleine Vereinsfest nur für Umsätze, die einen Zeitraum von insgesamt 48 Stunden im Kalenderjahr nicht übersteigen.

Ausweitung der Festzeit auf 72 Stunden (gleichgesetzt mit Feuerwehren).

Auch weiterhin gilt: innerhalb dieser Zeitfrist sind weder Registrierkassen notwendig, noch muss Umsatzsteuer abgeführt werden.

Beispiel: Ein Fußballverein und die Freiwillige Feuerwehr dieses Ortes veranstalten Feste. Bisher durfte der Fußballverein maximal 48 Stunden im Jahr steuerlich begünstigt Feste veranstalten, die Feuerwehr hingegen an 3 Tagen. Zukünftig dürfen beide 72 Stunden im Jahr steuerlich begünstigt Feste durchführen.

 

 

Der Vereinssprechtag auch in Ihrer Nähe!

„Vereinswesen und Ehrenamt sind für die OÖVP wertvolle Anker des sozialen Zusammenhalts. Fast jeder zweite Oberösterreicher ist ehrenamtlich engagiert. Besonders in den Gemeinden übernehmen Vereine sowohl eine gesellschaftliche Funktion als auch zahlreiche kommunale Aufgaben. Aus diesem Grund wurde ein Paket geschnürt, das bürokratische Hürden abbaut und das Vereinswesen stärkt.

Damit werden wichtige Akzente für die Gastwirte und Vereinen gesetzt und ein faires Nebeneinander von Vereinsveranstaltungen und der Gastronomie ermöglicht.

Im Zuge der bezirksweiten Vereinssprechtage stellen wir den Ehrenamtlichen kostenlose Beratungsgespräche mit Mag. Clemens Klinglmair (Steuerberater bei Priester by Deloitte) an folgenden Terminen zur Verfügung.“

 

Bezirk Datum Uhrzeit Veranstaltungsort
BR Dienstag, 11.10.16 17:00 - 20:00 Uhr Gasthof Mittelpunkt Europas, 5274 Burgkirchen, Kühberg 2
EF Montag, 17.10.2016 19:00 - 21:00 Uhr OÖVP Bezirksparteisekretariat 4070 Eferding, Josef-Mitter-Platz 6
FR Donnerstag, 17.11.2016 19:00 - 21:00 Uhr OÖVP Bezirksparteisekretariat  4240 Freistadt, Linzer Straße 47
GM Dienstag, 18.10.2016 19:00 - 21:00 Uhr Seehotel Schwan, 4810 Gmunden, Rathausplatz 8
GR Dienstag, 4.10.2016 15:00 - 18:00 Uhr OÖVP Bezirksparteisekretariat, Stadtplatz 34, 4710 Grieskirchen
KI Montag, 10.10.2016 19:00 - 21:00 Uhr OÖVP Bezirkssekretariat, Kalvarienbergstraße 2, 4560 Kirchdorf
LL Dienstag, 8.11.2016 16:00 - 19:00 Uhr Gasthof Mandorfer, Linzer Straße 34, 4063 Hörsching
PE Montag, 14.11.2016 16:00 - 19:00 Uhr OÖVP Bezirkssekretariat, 4320 Perg, Herrenstraße 20
RI Donnerstag, 3.11.2016 16:00 - 19:00 Uhr OÖVP Bezirksparteisekretariat, 4910 Ried i. I., Bahnhofstraße 13, 1. Stock
RO Freitag, 7.10.2016 16:00 - 19:00 Uhr OÖVP Bezirkssekretariat, 4150 Rohrbach-Berg, Stadtplatz 22
SD Montag, 3.10.2016 19:00 - 21:00 Uhr OÖVP-Bezirkssekretariat, 4780 Schärding, Linzer Straße 22
SR Montag, 31.10.2016 19:00 - 21:00 Uhr Landgasthof Mayr, Pfarrplatz 3, 440 St. Ulrich bei Steyr
SE Montag, 31.10.2016 19:00 - 21:00 Uhr Landgasthof Mayr, Pfarrplatz 3, 440 St. Ulrich bei Steyr
UU Montag, 7.11.2016 19:00 - 21:00 Uhr Kirchenwirt z'Gramastetten, Marktstraße 3, 4201 Gramastetten
VB Dienstag, 15.11.2016 19:00 - 21:00 Uhr Lebenshaus Vöcklabruck, Ferdinand Öttl-Str. 14, 4840 Vöcklabruck
WE Freitag, 14.10.2016 19:00 - 21:00 Uhr OÖVP-Bezirkssekretariat, 4600 Wels, Dr.-Koss-Straße 0
WL Freitag, 14.10.2016 19:00 - 21:00 Uhr

OÖVP-Bezirkssekretariat, 4600 Wels, Dr.-Koss-Straße 1


Vereinsstammtisch am 9. November 2016 „ViThal“ mit Union-Obleuten und Sportvereinen der Bezirke Wels-Land und Wels-Stadt

  1. Gibt es konkrete Aufzeichnungspflichten für Vereine durch die 72-Stunden-Regelung und 52 Tage Umsatzgrenze mit € 30.000,--
    a.    Wenn ja, welche und wie sollen diese erfolgen?
    Aufzeichnungen für 72-Stunden-Regelung ergeben sich durch den Bescheid der jeweils zuständigen Behörde = „Ausschankstunden“; Umsatzgrenze wird durch eine Einnahmen/Ausgaben-Rechnung nachgewiesen; 52 Tage gelten im Wesentlichen bei Spielbetriebe, wenn Kantine offen hat! (Details siehe S. 25 und 26 im  OÖVP Vereinshandbuch)

    b.    Wenn nein, wie soll ein Nachweis, dass diese vorgegebene Grenzen eingehalten wurden, sonst erfolgen? Finanzamt  hat das Recht bzw. Pflicht, die Voraussetzungen für die Begünstigungen zu prüfen (siehe S. 26 im OÖVP-Vereinshandbuch)

  2. Wenn ich als Verein angehalten werde beim Advent- und Stadtmarkt ein Standerl zu betreiben (Verknüpfung mit Vereinsförderung der Gemeinde), muss das trotzdem in die 72-Stunden-Regelung aufgenommen werden? Ja, da die Vereinsförderung nicht in Zusammenhang mit der Steuerlichen Dauer von 72 Stunden steht!

  3. Es gibt EINE Vereinskantine für ALLE Sektionen. Abwechselnd betreuen Ehrenamtliche der einzelnen Sektionen diese Kantine. Wie sind dann die 52-Tage-Regelung und die Umsatzgrenze von € 30.000,-- anzuwenden? Gelten diese für die Vereinskantine allgemein oder für jede Sektion? Für EINE Kantine gelten die angeführten Aussagen von S. 25 und 26 des OÖVP-Vereinshandbuches, es ist somit egal, wer von welcher Sektion dort Dienst macht.

  4. Welche Tätigkeiten zählen zu den 52 Tagen? Müssen Vorstandssitzungen oder ein Saisonabschlussfest (ausschließlich für Mitglieder des Vereins) auch dazugezählt werden?
    Bei einer Kantine handelt es sich um einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb. Dieser unterliegt einer gesonderten Begünstigung, wenn er die Voraussetzungen einer "kleinen Kantinen" erfüllt, die in § 2 Abs. 1 BarUV 2015 gefordert sind. Es ist daher im Zweifel davon auszugehen, dass jeder Tag an dem die Kantine Umsätze erzielt zur 52 Tage Befristung zählt, da in den Regelungen nicht auf den Anlass und den Festcharakter, sondern auf die Öffnung der Kantine abgestellt wird.

  5. Könnte der Betrag von 100 Euro, den ich freiwillig für die Mitglieder ausgeben kann, auch zum Beispiel ein neuer Turnanzug für die Trainer sein? Wofür die Zuwendungen ausgegeben werden, obliegt im Grunde dem Verein. Wichtig ist die 100-Euro-Grenze pro Jahr und Mitglied.

  6. Wie sind die geringfügigen „Aufwandsentschädigungen“ für Trainer oder Übungsleiter zu verstehen? Wenn ein Übungsleiter etwa einmal jährlich € 300,-- bekommt oder greift da die BSO-VO, wonach Trainer bis zu € 540,--/Monat erhalten können (Sportlerpauschalierung). Zunächst ist anzumerken, dass die Sportlerpauschalierung lediglich auf die Einkünfte selbstständig tätiger Sportler anwendbar ist. Weiters ist erforderlich, dass der Athlet in Österreich der unbeschränkten Steuerpflicht unterliegt, sprich im Inland seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat. Werden beide Voraussetzungen erfüllt und die Pauschalierung in Anspruch genommen, unterliegen in Österreich auf Antrag nur 33% der insgesamt im Kalenderjahr erzielten selbstständigen Sportlereinkünfte der Besteuerung. Kilometergelder sind neben der Pauschale nicht möglich!

    Seit Mitte 2009 gibt es an Stelle der bisherigen Aufwandspauschale (sog. Hostaschverordnung) die pauschale Reiseaufwandsentschädigung (oft als PRAE abgekürzt). Diese Reiseaufwandspauschale ist im Einkommensteuergesetz (ESTG §3 Abs. 1 Z16c) und im Allgemeinen Sozialverischerungsgesetz (ASVG §49 Abs. 3 Z28) geregelt. Gemeinnützige Sportvereine können pro Einsatztag bis zu 60 Euro (im Jahr 2009 galten 30 Euro) und pro Monat insgesamt bis zu 540 Euro steuerfrei an Sportler, Trainer, Schiedsrichter und Sportbetreuer an pauschaler Reiseaufwandsentschädigung auszahlen. Für Sportler, Trainer, Schiedsrichter und Sportbetreuer sind pro Einsatztag bis zu 60 Euro (im Jahr 2009 galten 30 Euro) und pro Monat insgesamt bis zu 540 Euro sozialversicherungsfrei, falls es sich um ein echtes Dienstverhältnis oder um ein freies Dienstverhältnis handelt (stellen also kein Entgelt dar), vorausgesetzt es handelt sich um eine nebenberufliche Tätigkeit und sie sind für einen gemeinnützigen Sportverein tätig.Die Abrechnung muss mittels PRAE-Formular (aufzufinden unter www.bso.or.at )monatsweise erfolgen, zusätzlich ist am Beginn einmalig die Erklärung zum Einfacherhalt der PRAE beim Verein abzugeben.

  7. Muss ich alle für den Verein tätigen Personen, die eine geringfügige Aufwandsentschädigung erhalten, bei der Sozialversicherung melden? – Siehe Ausführungen unter 6.

  8. Zählen die Vereinssubventionen/-förderungen  zu den € 18,--/Jahr/Einwohner, die ich als Gemeinde ausgeben kann? Seit dem Inkrafttreten des Erlasses „Gemeindeförderungen – Richtlinien“ im Jahr 2005 ist der maximal zulässigen Betrag für freiwillige Ausgaben ohne Sachzwang mit 15 Euro pro Einwohner festgelegt. Das heißt, die Gemeinde benötigt keine Zustimmung durch das Land Oberösterreich. Mit Wirkung 1. Jänner 2015 wird dieser Maximalbetrag nun auf 18 Euro pro Gemeindebürger erhöht. Mit dieser Erhöhung soll sichergestellt sein, dass die Gemeinden über einen ausreichenden Spielraum für freiwillige Ausgaben ohne Sachzwang, insbesondere im Hinblick auf die Unterstützung und Förderung des gesellschaftlichen Gemeinwesens, verfügen. Die Förderungen ohne Sachbezug fallen daher unter den sog. 18 Euro-Erlass.

  9. Anregung der Teilnehmer/innen: Die Gemeinden sollen die Vereinsförderung einmal überprüfen, ob die Höhe angemessen ist und diese entsprechend dem tatsächlichen Zulauf und der Leistung des jeweiligen Vereins entspricht. Diese Anregung sollte an jede Gemeinde individuell gerichtete werden, da es in jeder Gemeinde individuelle Unterstützungsmodelle gibt.