Sonnenaufgang spiegelt sich in einem Solarpanel

Die Eckpfeiler der oberösterreichischen Energiestrategie

Oberösterreich ist ein dynamisches Wirtschafts- und Industrieland mit ausgeprägter und energieintensiver Industrie und der im Österreichvergleich höchsten Sachgüterproduktion. Knapp 60 Prozent des Stromverbrauchs entfallen auf den produzierenden Sektor. Das verdeutlicht die strategische Bedeutung der Energiepolitik für die oberösterreichischen Arbeitsplätze und den oberösterreichischen Wohlstand. Eine stabile, kostengünstige und leistbare Energieversorgung ist ein entscheidender Faktor für Lebensqualität und den Standort, weshalb die Energiebranche zu einem bedeutenden Wirtschaftszweig in Oberösterreich geworden ist.

Unsere Vision für die Energiezukunft Oberösterreichs ruht auf drei Säulen:

Effizienz in Erzeugung und Nutzung erhöhen

Die günstigste und umweltfreundlichste Energie ist die, die man nicht braucht. Steigende Energieeffizienz ist der Schlüssel für die oberösterreichische Klima-, Umwelt- und Energiestrategie.

Versorgungsicherheit und Versorgungsqualität langfristig sicherstellen

Um die Versorgung sicherzustellen, müssen die Netze zur Energieversorgung an die aktuellen Anforderungen angepasst werden. Energiespeicher machen eine sinnvolle und wirtschaftliche Nutzung von Wind und Sonne zur Energieerzeugung erst möglich. Deshalb wollen wir ihren Ausbau weiter vorantreiben.

Erneuerbare Energieträger ausbauen

Bereits 2030 sollen 100 Prozent des Stromverbrauchs in Oberösterreich aus erneuerbaren Energieträgern abgedeckt werden können. Dabei gilt es nicht nur, die Potentiale in der Wasserkraft auszuschöpfen, die Erzeugung und Speicherung mittels Pumpspeicherkraftwerken voranzutreiben und Biomasse auszubauen, sondern auch die Möglichkeiten für Photovoltaik und Windkraft umfassend zu analysieren. Der oberösterreichische Anti-Atom-Kurs muss dabei konsequent fortgesetzt werden.

Energie ist Zukunftsthema Nummer 1

Energie als Zukunftsthema Nummer 1 hat durch die Ereignisse in Fukushima eine traurige Aktualisierung erfahren. Unser Anti-Atom Kurs hat sich damit einmal mehr als richtig erwiesen – auch andere europäische Staaten folgen jetzt unserem Beispiel. Unsere Forderung nach einem atomkraftfreien Europa, vor allem an den Grenzen Oberösterreichs, ist damit aktueller denn je.
Die konsequente Linie der OÖVP für den Ausbau erneuerbarer Energieträger inklusive Pumpspeicherkraftwerke, den Ausbau der dafür erforderlichen Infrastruktur und die Steigerung der Energieeffizienz, wird dadurch nur bestätigt. Auch die Mehrheit der Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher steht der Förderung erneuerbarer Energien sehr positiv gegenüber: 78 Prozent halten sie für sehr wichtig, 18 Prozent für eher wichtig. Dieses Positionspapier ist die Antwort auf aktuelle Fragen und stellt keine Anspruch auf Vollständigkeit.
Gemeinsames Ziel ist die Reduktion von Schadstoff-Emissionen und die Erhöhung der Energieeffizienz. Gleichzeitig ist bei der Festlegung umweltpolitischer Ziele darauf zu achten, energieintensive Unternehmen nicht dazu zu bringen, hocheffiziente Standorte aufzugeben, weil sie in derzeit noch weniger entwickelten Regionen mit einem höheren Schadstoffausstoß produzieren können. Dies führt nicht nur zu Arbeitsplatzverlusten, sondern schadet auch der weltweiten Klima- und Energiestrategie.

Energiespar-Tipps

Die günstigste Energie ist die, die man erst gar nicht verbraucht. Deshalb haben wir hier einige Energiespar-Tipps für Sie zusammengestellt:

Deckel drauf

Kochtöpfe
Kochen mit Deckel spart Energie

Rund 12 Prozent des Stromverbrauchs entfallen in einem Haushalt auf das Kochen und Backen. Gerade hier kann man oft mit relativ einfachen Mitteln Energie sparen.

Deckel verwenden

Töpfe und Pfannen beim Kochen mit einem Deckel verschließen. Kochen ohne Deckel erfordert bis zu 3x soviel Energie.

Passendes Kochgeschirr

Das Kochgeschirr sollte der Größe der Kochplatte angepasst sein und einen ebenen Boden aufweisen. Ein unebener Topfboden kann die Kochzeit um bis zu 40 Prozent verlängern.

Restwärme nutzen

Auch wer bei herkömmlichen Kochplatten die Restwärme nutzt und die Platte schon 5-10 Minuten vor Garzeitende abdreht, spart einiges an Energie. Bei langen Garzeiten ist der Einsatz eines Schnellkochtopfs sinnvoll. Die Kochzeit wird um bis zu 70 Prozent, der Stromverbrauchen zwischen 30 und 60 Prozent reduziert.

Waschmaschine voll befüllen

Geöffnete, voll befüllte Waschmaschine
Effiziente Geräte einsetzen, Trommel voll befüllen und Temperatur richtig wählen

Rund 7 Prozent des Stromverbrauchs entfallen in einem durchschnittlichen Haushalt auf das Wäsche waschen. Es gibt einige Möglichkeiten, um den Energieverbrauch beim Waschen zu reduzieren.

Effiziente Geräte

Wer beim Kauf der Geräte auf die 3 "A"-Aufkleber achtet, kann einiges an Energie sparen. Eine "A+" Waschmaschine spart gegenüber einem B-Gerät 58 Euro pro Jahr. In 15 Jahren sind das 926 Euro.

Richtige Waschtemperatur

Bei einem Waschprogramm mit 60° werden rund 85% des Stroms alleine für das Aufheizen benötigt. Statt mit 95° können Sie auch versuchen, Ihre Wäsche mit 60° zu waschen und statt mit 60° mit 40°.

Trommel vollständig befüllen

Sparprogrammen für halbvolle Trommeln reduzieren zwar den Wasser- und Stromverbrauche, aber nicht auf die Hälfte. Deshalb gilt: Eine voll gefüllte Waschmaschine ist am Effizientesten und braucht weniger Energie als zweimal Sparprogramm.

Kühlen

Geöffneter und sauber eingeräumter Kühlschrank (istockfoto)
Geöffneter und sauber eingeräumter Kühlschrank

In einem durchscnittlichen Haushalt entfallen 8 Prozent des Stromverbrauchs auf den Kühlschrank. Beim Gefriergeräte sind es sogar rund 9 Prozent. Tendenz: steigend.

Effiziente Geräte

Auch beim Kühlschrank lohnt sich der Blick auf das Pickerl: Ein A++ Gerät spart gegenüber einem B-Kühlschrank rund 20 Euro im Jahr. Übrigens: Kühlschränke ohne Gefrierfach brauchen rund 25 Prozent weniger als Geräte mit einem kombinierten Gefrierfach.

Richtig einräumen

Heiße Speisen sollte man erst auskühlen lassen, bevor man sie in den Kühlschrank stellt. Zu häufiges und zu langes Öffnen sollte man vermeiden.

Regelmäßig abtauen

Geräte ohne Abtau-Automatik sollten regelmäßig abgetaut werden. Wenn das Gerät sehr schnell vereist, kann das auch an schlecht schließenden Türen liegen. Um die optimale Leistung zu erzielen ist es auch empfehlenswert, den Wärmetauscher auf der Rückseite des Geräts ab und zu abzusaugen.

Broschüre zum Download

OÖVP-LIVE
Titelseite des Energiepolitischen Positionspapiers

Das Thema Energie ist durch die tragischen Ereignisse in Fukushima aktueller denn je. Auch Oberösterreich ist bei diesem Thema gefordert. Aus diesem Grund hat sich die OÖVP ausführlich mit der Energieproblematik auseinandergesetzt und ein energiepolitisches Positionspapier beschlossen.

Zum Energiepolitischen Positionspapier

Links zum Thema Energie

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